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Willkommen bei der ADAC Saarland - Rallye 2013

Mysliwietz ausgeschieden ; Riebensahm weiter DRM-Leader; Gute Ergebnisse für Saar-Teams; Uwe Gropp gewinnt Euro-Rallye-Trophy 2013

Eine anspruchsvolle, harte und spannende Rallye fand heute (Samstag) um 18 Uhr ihr Ende. Schon seit der ersten Wertungsprüfung am Freitagabend in Lebach hatte sich das Duell zwischen Porschewerksfahrer Timo Bernhard im 911 GT3 und Georg Berlandy im Peugeot 207 angekündigt, zum Schluss mit dem besseren Ende für Bernhard.

Es war die Antwort auf das ständige Ping-Pong-Spiel zwischen Rallye-Experte und Rundstrecken-Spezialist. Deutlich war zu erkennen, dass sich das Team um Rallye-Leiter Thomas Krisam viel Mühe gegeben hat, eine abwechslungsreiche Rallye auf die Beine zu stellen. Während Le Mans-Gewinner Timo Bernhard auf den Rundkursen in Lebach und Dillingen, sowie auf der langen, aber schmierigen Vollgas-Prüfung „Steine an der Grenz" wichtige Sekunden herausfahren konnte, war Georg Berlandy auf den wendigen ungemütlichen Prüfungen in seinem Element. Ein ewiges Hin und Her in der Gesamtwertung war die Folge. Ganz zur Freude der zahlreichen Zuschauer an den Strecken. Man könnte fast meinen, beide waren in einer Art Duellanten-Rausch – mit einem Abstand des Gesamtdritten zu den beiden vorderen Plätze lag am Ende bei fast vier Minuten. Mit einem Vorsprung von denkbar knappen 24 Sekunden stellte sich Porsche-Pilot Bernhard bei der Siegerehrung im Dillinger Lokschuppen ganz oben auf´s Treppchen, Berlandy und Griebel folgten auf den Plätzen.

Für Subaru-Pilot Dirk Riebensahm mit Beifahrerin Kendra Stockmar-Reidenbach war die 43. Int. ADAC Saarland-Rallye ein Elfer in der 95. Minute. Der Hauptkonkurrent um die Meisterschaft Sandro Wallenwein war nicht ins Saarland angereist und hatte damit Riebensahm die Chance geboten, seinen Vorsprung von 24 Punkten weiter auszubauen. Riebensahm nutzte diese Chance souverän, pilotierte seinen Impreza schnell aber nicht überstürzt durch die Saar-Region. Fast mit Bedacht hatte er Berlandy und Bernhard fighten lassen, um sich beständig auf Gesamtplatz 4 breit zu machen. Genug, um in der DRM-Meisterschaft ein gutes Polster auf die Nachfolger zu haben.

Pech dagegen für Lars Mysliwietz und Beifahrer Oliver Schumacher.

Schon im Vorfeld hatten sie bekannt gegeben, dass die Saarland-Rallye der letzte Auftritt in der Deutschen Rallye-Meisterschaft 2013 sein sollte. Das Saisonfinale in der Lausitz wurde aus dem Plan gestrichen. Der Wunsch, noch einen schönen Abschluss vor heimischer Kulisse zu haben, wurde nicht erfüllt. Auf der teils rutschigen WP „Steine an der Grenze" war kurz nach 10 Uhr am Samstag – sprichwörtlich „Ende Gelände". Bei einem heftigen Ausritt knackste der Kühler, zurück auf der Strecke und kurze Zeit später gab er den Geist auf. Technischer Defekt am Citroen DS 3 - Ausfall in WP 6. Zu diesem Zeitpunkt war der direkte Konkurrent in der DM-Wertung der frontangetriebenen Fahrzeuge – Carsten Mohe – Meister …

Doch auch er scheiterte auf der berüchtigten Wertungsprüfung beim zweiten Durchlauf am Nachmittag. Ebenfalls fataler Ausritt. Auch der Renault-Fahrer hatte angekündigt, nicht mehr beim Endlauf der DRM antreten zu wollen. Dann könnte man Lars Mysliwietz und Oliver Schumacher zur Meisterschaft in der 2-WD-Wertung gratulieren. Aber bis zum Start bei der Lausitz-Rallye im Oktober kann sich noch einiges ändern.

Eine Überraschung des Wochenendes war aber auch Marijan Griebel.

Mit Beifahrer Alexander Rath und Citroen DS3 konnte er auf den WPs eine Top-Zeit nach der anderen raus hauen, fuhr nahezu fehlerfrei sein Pensum ab und landete am Ende auf Gesamtrang 3.

Saar-Teams bärenstark unterwegs

Einen weiteren Achtungserfolg heimsen sich Benjamin Schmitt und Kerstin Pohl ein. Schon bei der Deutschland-Rallye konnte das junge Team unter ADAC Saarland-Bewerbung seine Stärke zeigen, im Saarland klappte es noch besser. In fast allen Wertungsprüfungen bewegten sich die beiden immer im Bereich der Top Ten. Am Ende sprang ein sechster Platz in der Gesamtwertung dabei heraus. Gleichzeitig auf der klare Sieg in der Klasse D 9.

Auch der starke Ford Sierra RS Cosworth leistete dem Team Brocker/Brocker aus Wolfersweiler gute Dienste. Die Saarländer rauschten WP für WP beständig in die Top 10 und am Ende freuten sie sich über einen deutlichen D 7-Klassensieg und den siebten Platz in der Gesamtwertung.

Auch Uwe Gropp aus Wiebelskirchen lieferte sauber ab, mit Beifahrer Stephan Maurer belegte er am Ende Platz 11 im Gesamt-Klassement und wurde Sieger der Euro-Rallye-Trophy 2013 – Herzlichen Glückwunsch.

Für die Rallyeszene gibt es vor der verdienten Winterpause noch einiges zu tun. Die Deutsche Rallye-Meisterschaft trifft sich zu ihrem Finale bei der Lausitz-Rallye am 11. Und 12. Oktober; die Saarländische ADAC Rallye-Meisterschaft (SRM) endet am 05. Oktober mit der Rallye rund um Losheim.

Mehr Infos finden Sie auf:

www.deutsche-rallye-meisterschaft.de

www.saarland-rallye.de

www.motorsport-saar.de

 
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43. Int. ADAC Saarland-Rallye – 1. Tag

Auftakt rund in und um Lebach

53 Teams sind angetreten, um die Wertungsprüfungen der 43. Int. ADAC Saarland-Rallye in Angriff zu nehmen. Für sie ging es auf die Minute pünktlich ab 17:20 Uhr von Serviceplatz am Dillinger Lokschuppen raus. Angeführt wurde der Tross von Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard, der sich für die diesjährige Auflage der „Saarland" endlich und ohne Reifenschaden nichts Geringeres als den Gesamtsieg ins Visier genommen hat.

Das dürfte allerdings kein leichtes Unterfangen sein - weder für Bernhard, noch für Dirk Riebensahm, dem aktuell Führenden der Deutschen Rallye-Meisterschaft oder Georg Berlandy, der bei der Deutschland-Rallye (WM-Lauf) absolut glänzen konnte. Schon das Abfahren der Wertungsprüfungen hat gezeigt: Rallyeleiter Thomas Krisam und sein Team haben in Sachen WP-Auswahl wieder ihr Bestes gegeben. Das Wetter der vergangenen Tage würzte ebenfalls noch kräftig mit. Die ohnehin schon selektiven und anspruchsvollen Prüfungen bieten aufgrund der noch vorhandenen Regennässe so manch tückische Überraschung – vor allem auf „Steine an der Grenze".

Der Auftakt-Tag rund um und in Lebach startete mit dem spektakulären Zuschauer-Rundkurs in der Stadt Lebach. Vor unzähligen Zuschauern brannte Timo Bernhard im Porsche 911 GT3 auch gleich die erste Bestzeit in den Asphalt. Mit einer Gesamtzeit von 3:18,1 Min. setzte sich der „gelernte" Rundstrecken- und Porsche-Werksfahrer direkt mit sieben Sekunden von der Konkurrenz ab und verwies Marijan Griebel (3:25,5) und Carsten Mohe (3:27,9) auf die Plätze. Lars Mysliwietz, der im Citroen die Deutsche Rallye-Meisterschaft der frontangetriebenen Fahrzeuge gewinnen will, setzte mit 3:31,7 Min. seine erste starke Zeit auf dem Rundkurs in Lebach, der an diesem Tag zweimal auf dem Programm stand.

Danach setzte sich das Feld der Deutschen Rallye-Elite Richtung WP 2 „Lebacher Land 1" in Bewegung. Hier zeigte Georg Berlandy mit Co. Peter Schaaf seine ganze Stärke und legte mit 6:10,4 die Bestzeit ins Ziel. Überraschend in den Top-Ten dieser Wertungsprüfung: Die Saarländer Hanno und Ingo Brocker aus Wolfersweiler im Ford Sierra RS Cosworth.

Zurück ging es an diesem Tag wieder in die Lebacher Innenstadt zum Rundkurs. Bei trockenem und mildem Wetter konnten die Zuschauer das Starterfeld von neuem bestaunen. Rundkurs-Spezialist Timo Bernhard – immerhin Gewinner der 24-Stunden-Rennen von Le Mans und am Nürburgring – zeigte der Konkurrenz abermals wo der Gasfuß hängt und wo das Bremspedal erst gar nicht berührt wird. Mit 3:13,7 unterbot er sich im Porsche 911 GT3 sogar um satte 5 Sekunden. Spannung pur deutete sich in der 2WD-Wertung für morgen (Samstag) an: Mohe und Mysliwietz gaben richtig Gas und ließen selbst den DRM-Führenden Dirk Riebensahm hinter sich.

Endspurt am Freitag. Ein weiteres Mal stand die „Lebacher Land 2" auf dem Plan. Die große Frage: Kann Timo Bernhard die Gesamtführung vor Berlandy und Griebel in den Samstag mitnehmen? Nein!

Irgendwo auf der Strecke ließ Bernhard mehr als 23 Sekunden auf der Strecke liegen – futsch wars mit dem Platz an der Sonne. „Der Motor hat uns im Schotter im Stich gelassen. 18 Sekunden hat es gedauert, bis er wieder laufen wollte. Sch…..!", so Timo bei der Einfahrt in den Service-Park am Dillinger Lokschuppen. Freuen dagegen durfte sich Georg Berlandy, der die Gesamtführung damit übernehmen konnte: „Wir sind zufrieden, aber morgen ist noch ein harter Tag."

DRM-Spitzenreiter Dirk Riebensahm scheint langsam warm zu werden – WP-Zweiter mit seinem Subaru Impreza. Auch Carsten Mohe gibt sich in der Meisterschaft noch nicht geschlagen und die Lebacher Land schien ihm zu liegen. Im letzten Durchlauf nahm er Lars Mysliwietz satte elf Sekunden vom Brot, in der Tages-Gesamtwertung mehr als eine Minute. Da hat der Piesbacher ordentlich aufzuholen auf den Samstags-Wertungsprüfungen „Obermosel", „Steine an der Grenze", „Mongau", „Merchinger Berg" und dem Stadtrundkurs in Dillingen.

Selbstbewusst können dabei auch Benjamin Schmitt und Beifahrerin Kerstin Pohl (ADAC Saarland) in den Tag gehen. Sie übernachten auf Platz 8 gesamt und damit in den Top-Ten.

Insgesamt stehen am Samstag zehn selektive und spektakuläre Wertungsprüfungen auf dem Programm. Um kurz vor halb neun morgens fliegen die Rallye-Asse bereits wieder über saarländische Wertungsprüfungen. Highlight des Tages wird der Zuschauerrundkurs in Dillingen sein, der um 16:30 Uhr und um 17:35 Uhr entsprechend zweimal gefahren wird.

 

 

Onlinenennung

Nennungsliste

Zeitplan

 

„Steine an der Grenze“, „Wahlener Platte“, „Golocher Wald“ … Steine, Platten und Wälder werden im Saarland zu Pilgerstätten für Tausende aus ganz Europa? Bei der traditionellen Int. ADAC Saarland-Rallye trifft das voll und ganz zu.

Am 20. und 21. September trifft sich die Deutsche Rallye-Elite wieder rund um Merzig, Beckingen, Mettlach, Perl, Losheim und Dillingen und Motorsport der allerersten Kategorie zu zelebrieren. Für Teams und Fans gleichermaßen ein Fest. Denn der Rallye-Tross der Deutschen Rallye Meisterschaft ist sichtlich gerne in der Region. Nicht nur beim vorletzten von sieben Läufen. Man wird bereits in Luxemburg und rund um Trier unterwegs gewesen sein, bevor es als Highlight ins schöne Saarland geht.

Dreh- und Angelpunkt der nunmehr 43. Auflage der ADAC Saarland-Rallye wird erneut Dillingen sein. Das Areal um den beeindruckenden Lokschuppen bildet Rallye-Zentrum und Serviceplatz – der „Place to be“ an diesem Wochenende. Von dort aus geht es zu den einzelnen anspruchsvollen Wertungsprüfungen mit den schönen Namen „Steine an der Grenze“, „Wahlener Platte“ und Co.

Sehr berühmt ist die „Saarland“, wie sie bei Insidern eigentlich nur genannt wird vor allem wegen ihrer Zuschauerfreundlichkeit. Denn darauf legt der ADAC Saarland besonders viel Wert. "Wir möchten gerne unseren Rallyefans etwas besonderes bieten", berichtet Karl-Heinz Finkler, Vorsitzender des ADAC Saarland. "Gerade bei der ‚Steine an der Grenze' genießen die Fans einen besonderen Flair, da die Fahrzeuge oft über längere Passagen zu sehen und zu hören sind", so Finkler.

Getoppt wird das ganze noch von zwei Spezial-Wertungsprüfungen am Freitag und Samstag, jeweils in Lebach und Dillingen. Für echte Rallye-Fans der Leckerbissen schlechthin, bei dem „Noch nicht“-Rallye-Fans ebenfalls ganz schnell der Faszination Motorsport verfallen. Nicht zuletzt aufgrund der Vielfalt im Fahrerfeld …

Die „Alte Dame“. So wird die ADAC Saarland-Rallye ebenfalls liebevoll genannt. Nicht abwertend – Nein! Der Kosenamen beschreibt den Charakter dieser Veranstaltung. Traditionell, standfest, elegant, weltoffen und vor allem modern. Hightech wird auch in diesem Jahr wieder am Start sein. Mit-Favorit und Vorjahressieger Sandro Wallenwein wird neben Co-Pilot Marcus Poschner auch seinen bärenstarken Subaru Impreza R4  mit ins Saarland bringen. Der in der Meisterschaft Führende Dirk Riebensahm kommt ebenfalls im hochmodernen Subaru – allerdings in einem bulligen WRX.

Auch für die große Rallye-Gemeinde innerhalb des Saarlands ist der 20. und 21. September der Jahreshöhepunkt. Und daher dürfen sich die Fans auch in diesem Jahr auf viele Lokalmatadoren im Feld freuen. Denn auch sie bezwingen vor den Augen tausender Zuschauer heldenhaft die „Steine an der Grenze“, „Wahlener Platte“ und Co.

 
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